Geschichte

 

 

 

 

 



Brände, Brandbekämpfung und Feuerwehr in Zschortau

1687  - In Zschortau brannte das Bauerngut von Martin Thieme ab, wobei der Besitzer ums Leben kam. Bei solchen Feuersbrünsten waren damals strohgedeckte Häuser, Scheunen und Ställe des gesamten Ortes äußerst gefährdet. Obwohl jeder der Dorfbewohner zur Hilfe beim Löschen verpflichtet war, konnte man mit Eimerketten nur gegen ein brennendes Gebäude vorgehe1681Am Bartholomäustag geriet die Zschortauer Schule in Brand.

1736 - In der Zschortauer Schule brach erneut Feuer aus, bei dem der Kuh-, Schaf- und Schweinestall sowie auch der Holzschuppen in Flammen aufgingen. Außer Stroh, Holz und Hausgeräte verbrannte dabei auch zahlreiches Vieh. Durch den starken Einsatz der Dorfbevölkerung beim Löschen des Feuers konnten dagegen die Schulwohnung und auch alle Gebäude des Dorfes erhalten werden.

1789 - Am 14.August schlug ein Blitz in den Schafstall des Volkmannschen Rittergutes und infolge des dadurch entstandenen Feuers starben der Schäfer Kummer und 199 Schafe.

1808 - Am 27. April brannten in Zschortau ein Wohnhaus und einige Scheunen und Ställe, und am 4. Mai brannten neben einem Teil der Wirtschaftsgebäude des Untergutes fast alle Häuser der Mühlenstraße. Auch aus Nachbarorten eilte man zur Hilfe beim Löschen herbei. Darunter befand sich sogar eine Löschmannschaft aus der Gemeinde Niemegk bei Bitterfeld, die über eine für die damalige Zeit sehr moderne und teure Feuerspritze verfügte.

1860
- Ortsschulze Hauptmann gründete gleich zu Beginn seiner Amtszeit in Zschortau eine Feuerwehr. Brunnenbauer Schladitz wurde Spritzenmeister, und alle Dorfbewohner waren verpflichtet, in der Feuerwehr mitzuwirken. Es wurde eine Spritze angeschafft, die beim Einsatz von 8 Personen zu drücken war.

1874
- In der Leipziger Straße wurde ein Spritzenhaus errichtet.

1921
- In Zschortau wurde eine freiwillige Feuerwehr gegründet, die mit Hilfe der Gemeinde und besonders auch zunächst unter der Leitung von Landwirt Kurt Klöpzig, Zimmermeister Kurt Hasert und Brunnenbauer Max Kloppe zu einer besonders einsatzbereiten Wehr geführt wurde. Die "Statuten der freiwilligen Feuerwehr der Landgemeinde Zschortau" wurden bereits am 1. Juli 1920 vorgelegt, worin es im §1 hieß, daß die Feuerwehr der Landgemeinde Zschortau ein Verein von Freiwilligen ist, welcher sich in der Übernahme des persönlichen F F Feuerlöschdienstes nach den Bestimmungen der Feuerlöschordnung für das platte Land der Provinz Sachsen vom 28. Juni 1906 zur Aufgabe stellt.

1937 - Die freiwillige Feuerwehr nannte sich Amtswehr Zschortau und besaß zu dieser Zeit einen Musikzug.

1948
- Die freiwillige Feuerwehr Zschortau ersetzte ihre Motorspritze vom TYP TS6 durch eine Motorspritze vom Typ TS8, die immernoch einsatzbereit ist.

1959/60 - Durch freiwillige Arbeitseinsätze wurde ein neues Gerätehaus errichte. Auch wurde 1960 die Zschortauer Feuerwehrkapelle neu gegründet.

1968 - Es wurde eine Frauengruppe der freiwilligen Feuerwehr Zschortau gebildet.

1969
- Durch freiwillige Arbeitseinsätze erfolgte der Anbau eines Schulungsraumes an das Gerätehaus, der am 1. Mai 1972 fertiggestellt wurde. In diesem Jahr erhielt die Feuerwehr ihr erstes Löschfahrzeug, ein LO 1899.

1989 - Bei Dreharbeiten in Schladitz zum DEFA-Film "Drachensaat" wurde die Zschortauer Feuerwehr als Sicherungskraft eingesetzt, um dort die für die Gestaltung des Filmes in Brand gesetzten Häuser, die infolge des voranschrietenden Kohletagebaus zum Abbruch bestimmt waren, wieder abzulöschen.

1990
- Die Zschortauer Feuerwehr erhielt ein Löschfahrzeug vom Typ LO 2500.

1992
- Gründung der Zschortauer Jugendfeuerwehr. Die Zschortauer Feuerwehr erhielt ein Löschfahrzeug vom Typ LF16. Die Giebel und Tore des Gerätehauses mußten daher umgebaut werden.

1993 - Die Zschortauer Feuerwehr erhielt ein modernes Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16.

1997 - Das Gerätehaus wird um einen Anbau erweitert. Der Anbau enthält einen Versammlungs- bzw. Schulungsraum, Dusche und Toiletten mit Heizungsanschluß. Diese Baumaßnahmen wurden als freiwillige Arbeitseinsätze der FFW Zschortau durchgeführt und mit einem "Tag der offenen Tür" abgeschlossen.

1999 - Festumzug und Schauübung zur 650-Feier der Ersterwähnung Zschortaus